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Dr. Klaus Lammers, Dr. Brinkmann Facharzt fürr Orthopädie und Schmerztherapie
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Therapie

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Chirotherapie

 Ein Handgriff löst den Hexenschuß.

Alternative Behandlungsmethode zur Behandlung von Wirbelsäulen- und Gelenkleiden

 

Handgriffe, die verspannte Muskeln und schmerzende Gelenke wieder mobil machen, werden schon seit einigen tausend Jahren angewendet. Der Begriff Chirotherapie leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet "mit den Händen behandeln". Heute hat sich die Chirotherapie, auch "manuelle Medizin" genannt, in Deutschland als ein Zweig der Orthopädie und der Physikalischen Medizin entwickelt. Seit 1973 wird die manuelle Therapie an deutschen Hochschulen gelehrt; seit 1979 ist die Zusatzbezeichnung "Arzt für Chirotherapie" bei uns anerkannt.

 

Man unterscheidet 2 Techniken der chirotherapeutischen Behandlung. Bei der "Mobilisation" wird durch sanfte Techniken das natürliche Gelenkspiel wiederhergestellt. Hierbei werden die Gelenke behutsam mobilisiert, so daß keine Schmerzen ausgelöst werden. Die "gezielte Manipulation" bewirkt durch eine Bewegung, daß die ausgerenkte Wirbelsäule wieder eingerenkt wird und damit die Blockade gelöst wird. Häufig nimmt der Patient dabei ein Knacken wahr und spürt eine spontane Erleichterung in der zuvor schmerzhaften Wirbelsäulengegend. Oft genügen 1-2 Versuche, um die Entlastung zu bewirken. Sollte nach mehren Versuchen die Therapie nicht erfolgreich sein, bricht der erfahrene Therapeut die Behandlung ab.

 

Die fachgerechte Chirotherapie ist dabei nicht schmerzhaft, da sie in die freie Bewegungsrichtung durchgeführt wird. Die Chirotherapie kann Rückenschmerzen lindern und helfen, die eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke wiederherzustellen. Insbesondere Kopfschmerzen und Ohrgeräusche sowie chronische Verspannungen der Muskulatur haben ihre Ursachen oft in einer Wirbelsäulenblockierung.

 

Besondere Techniken der manuellen Medizin, wie z.B. die "Atlastherapie", können auch in der Skoliosetherapie bei Kindern orthopädisch sinnvoll sein. Behandlungserfolge mit der Atlastherapie werden auch bei Kindern beschrieben, die unter Bewegungsstörungen leiden (z.B. "Überaktive Kinder"). Häufig wird diese Therapie mit anderen psychomotorischen Verfahren kombiniert. Bei der richtigen Indikation und bei technisch richtiger Durchführung ist die Chirotherapie gefahrlos. Ernste Gefahren, wie sie immer wieder in den Medien hochgespielt werden, drohen bei fachgerechter Anwendung der Therapie nicht. Dazu gehört insbesondere der Ausschluß vorbestehender Risikofaktoren durch eine geeignete Diagnostik; insbesondere bei Veränderungen der Halswirbelsäule. Die Diagnose sollte immer ärztlich abgesichert sein.

 

Die Kosten der Therapie werden von den Krankenkassen und den privaten Versicherungen erstattet, wenn die Therapie von einem ausgebildeten Arzt durchgeführt wird. Bei akut auftretenden Blockierungen oder Schmerzen der Wirbelsäule ist es wichtig, den Arzt möglichst schnell aufzusuchen, denn die Erfahrung zeigt, daß die Schmerzen schneller verschwinden, wenn die Blockierungen sofort und gezielt gelöst werden.

 
 
 
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